Entrümpelung Kosten: Preise, Abrechnung und Sparhebel
Kaum eine Frage erreicht uns häufiger als die nach dem Preis, und kaum eine wird im Netz nebulöser beantwortet. Dieser Ratgeber nennt die Spannen aus unserer eigenen Berliner Preisliste, erklärt die drei Faktoren, die den Preis wirklich bestimmen, und zeigt, mit welchen Hebeln Sie seriös sparen können. Ohne Lockangebote: Eine pauschal 'kostenlose' Entrümpelung gibt es nur, wenn echte Werte die Kosten decken, und das ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Sie haben ein konkretes Vorhaben? Wir kommen kostenlos vorbei und nennen Ihnen danach einen Festpreis.
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Entrümpelung Kosten nach Wohnungsgröße: die Tabelle
Damit Sie eine belastbare Größenordnung haben, hier die Spannen, mit denen wir selbst kalkulieren. Dieselben Zahlen verwendet unser Kosten-Rechner. Sie gelten für die komplette Entrümpelung einer Wohnung mit normalem Füllgrad, inklusive Entsorgung und besenreiner Übergabe.
| Objekt | Typische Spanne in Berlin |
|---|---|
| 1-Zimmer-Wohnung komplett | 1.000 bis 1.800 € |
| 2-Zimmer-Wohnung komplett | 1.700 bis 3.000 € |
| 3-Zimmer-Wohnung komplett | 2.400 bis 4.200 € |
| 4-Zimmer-Wohnung komplett | 3.500 bis 5.500 € |
| Einfamilienhaus | ab etwa 4.500 € |
| Kellerabteil als Teilräumung | meist 400 bis 1.000 € |
Quelle und Stand: unsere Kalkulation für Berlin und Umland, abgeglichen mit den veröffentlichten Preisen Berliner Anbieter und dem Preisreport des AWL-Zentrums über 6.843 abgerechnete Aufträge, Oktober 2026. Laut diesem Report kostet eine Wohnung mit 40 bis 80 m² im Schnitt rund 1.500 €, acht von zehn Aufträgen liegen zwischen 890 und 3.450 €.
Die Spannen sind nach oben offen. Ein normal gefülltes Kellerabteil ist bei Wohnungen enthalten. Darüber liegen ein voller Keller oder Dachboden, eine Garage, hohe Etagen ohne Aufzug, lange Tragewege, stark zugestellte Räume und viel Sondermüll. Der verbindliche Festpreis entsteht bei der kostenlosen Besichtigung. Der Festpreis gilt für den bei der Besichtigung festgestellten Umfang; ohne Ihre Zustimmung entstehen keine Mehrkosten.
Werbepreise wie „1 Zimmer ab 350 €“ finden Sie im Netz ebenfalls. Sie gelten für den fast leeren Idealfall und wachsen vor Ort. Einzelne Wohnräume räumen wir nicht als eigenen Auftrag. Als eigenständige Teil-Räumungen übernehmen wir Keller und Dachböden. Wer seine Wohnung grob einordnen möchte, bekommt mit dem Kosten-Rechner für Entrümpelung und Haushaltsauflösung in einer Minute eine Spanne für Größe, Füllgrad und Etage.
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Festpreis nach der Besichtigung, ohne Nachforderung. Zur Besichtigung kommt Julian oder Lukas Hecht selbst.
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Abrechnungsarten im Vergleich: Festpreis, m³, Stunde oder m²
Vier Arten, eine Entrümpelung abzurechnen, begegnen Ihnen in Angeboten. Jede hat ihren Platz, und jede hat eine Stelle, an der der Preis am Ende anders aussieht als am Anfang.
Festpreis nach Besichtigung
Jemand sieht sich die Wohnung an und nennt einen Betrag für die ganze Leistung: Räumen, Tragen, Entsorgen, besenreine Übergabe. Sinnvoll ist das bei jeder kompletten Wohnung oder jedem Haus, weil Sie vorher wissen, was Sie zahlen. Die Falle liegt im Kleingedruckten: Steht dort „zuzüglich Mehrmengen“ oder ist der Keller nicht genannt, ist es kein Festpreis. Achten Sie darauf, dass alle Räume und Nebenflächen schriftlich im Angebot stehen. So rechnen wir ab.
Nach Kubikmeter (m³)
Abgerechnet wird das Volumen, das abgefahren wird, oft mit einem Preis je Kubikmeter plus Arbeitszeit. Sinnvoll ist das bei reinen Entsorgungsaufträgen, etwa einem Container voller Sperrmüll, bei dem kaum getragen werden muss. Die Falle: Wie viele Kubikmeter es wirklich sind, steht erst am Ende fest, und lose geladenes Material braucht mehr Platz als gedacht. Lassen Sie sich eine Obergrenze nennen.
Nach Stunde
Sie zahlen Arbeitsstunden je Person, Entsorgung und Anfahrt kommen meist dazu. Sinnvoll ist das bei kleinen, klar begrenzten Arbeiten, etwa wenn nur ein paar schwere Möbel aus dem vierten Stock getragen werden. Die Falle: Das Risiko liegt bei Ihnen. Dauert es länger, weil der Aufzug fehlt oder mehr im Schrank steht als gedacht, steigt die Rechnung, und Sie können die Stunden kaum kontrollieren.
Nach Quadratmeter (m²)
Der Preis je Quadratmeter Wohnfläche ist vor allem eine Rechenhilfe. Bundesweit nennt die Branche je nach Füllgrad etwa 15 bis 55 € pro m², der Preisreport des AWL-Zentrums kommt im Schnitt auf rund 30 € pro m² (Stand Oktober 2026). Für eine 60-m²-Wohnung heißt das rechnerisch 900 bis 3.300 €. Sinnvoll ist der Quadratmeter als erste Einordnung, etwa wenn Sie ein Budget planen. Die Falle: Die Fläche sagt nichts darüber, wie voll die Räume sind. Eine sparsam eingerichtete 80-m²-Wohnung kann günstiger sein als vollgestellte 45 m², und ein Angebot mit niedrigem Quadratmeterpreis wird vor Ort gern nach Füllgrad „angepasst“. Werkstätten und Lager unterschätzt der Quadratmeter fast immer, weil dort bis unter die Decke gelagert wird.
Die drei Faktoren, die den Preis wirklich bestimmen
1. Volumen: Entsorgung wird nach Kubikmetern und Fraktionen abgerechnet: je mehr Material, desto mehr Container, Fahrten und Deponiegebühren. 2. Zugänglichkeit: Erdgeschoss mit Parkplatz vor der Tür oder fünfter Stock im Altbau ohne Aufzug. Das ist bei gleichem Volumen ein Unterschied von vielen Trägerstunden. 3. Art der Gegenstände: Hausrat ist unkompliziert; Farben, Lacke, Reifen, Elektrogeräte und andere Sondermüll-Fraktionen müssen getrennt und nachweisbar entsorgt werden. Diese drei Faktoren erklären fast jede Preisdifferenz zwischen zwei Angeboten, und deshalb kann sie niemand seriös am Telefon beziffern.
Der vierte Faktor, über den kaum jemand spricht: Werte
In den meisten Entrümpelungen steckt schlicht Sperrmüll. Aber eben nicht in allen: Werkzeug, Vinyl, Designmöbel aus den 50er- bis 70er-Jahren, Silber mit Punze, Sammlungen, solche Stücke haben einen Marktwert, und der gehört Ihnen, nicht dem Entrümpler. Finden wir bei der Besichtigung Verwertbares, ziehen wir dessen realistischen Verkaufswert transparent vom Preis ab; so funktioniert unsere Wertanrechnung, und besonders werthaltige Einzelstücke wie Antiquitäten, Porzellan oder Sammlungen kaufen wir auch direkt an. Genauso wichtig: Meistens ist weniger Wert vorhanden, als die Familie hofft. Wir sagen beides offen, lieber eine klare Null als eine Fantasie-Anrechnung, die im Angebot woanders wieder draufgeschlagen wird.
Selbst machen, BSR oder Firma: was welcher Weg wirklich kostet
Für wenige Einzelstücke sind wir nicht der günstigste Weg, und das sagen wir so deutlich: Privathaushalte können bis zu 3 m³ pro Tag kostenlos am BSR-Recyclinghof abgeben, und die BSR-Abholung kostet mit Spargebühr 50 € für bis zu 5 m³. Wie die BSR-Wege im Detail funktionieren, steht in unserem Sperrmüll-Ratgeber. Eine Firma lohnt sich, sobald Trägerarbeit, Zeitdruck, Sortierung oder Sondermüll ins Spiel kommen, oder wenn es um ganze Wohnungen geht, bei denen aus der Entrümpelung faktisch eine komplette Räumung mit besenreiner Übergabe wird.
Steuer: 20 Prozent zurück, wenn die Voraussetzungen stimmen
Für den eigenen Haushalt sind Entrümpelungsarbeiten in der Regel eine haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG: 20 % der Arbeitskosten, maximal 4.000 € pro Jahr, werden direkt von der Steuerschuld abgezogen. Voraussetzung: ordentliche Rechnung mit ausgewiesenen Arbeitskosten und unbare Zahlung. Wichtig ist die Grenze des Paragrafen: Bei geerbten Wohnungen oder der Wohnung eines Verstorbenen greift § 35a regelmäßig nicht, dort kommt stattdessen die Anrechnung als Nachlassverbindlichkeit bei der Erbschaftssteuer in Betracht. Die Details erklärt unser Ratgeber Auflösungskosten steuerlich absetzen; die Bewertung Ihres Einzelfalls gehört zu Ihrem Steuerberater.
Woran Sie unseriöse Angebote erkennen
Vier Warnsignale aus unserer täglichen Erfahrung mit Kunden, die vorher woanders waren: Pauschalpreise am Telefon ohne Besichtigung. Werbung mit „kostenloser Entrümpelung" ohne Blick auf die tatsächlichen Werte. Keine schriftliche Festpreiszusage, sodass am Räumungstag „Überraschungen" nachberechnet werden. Und fehlende Entsorgungsnachweise, dann landet Ihr Hausrat womöglich dort, wo ihn das Ordnungsamt später Ihnen zuordnet. Ein seriöses Angebot kostet Sie vorab nichts außer einem Besichtigungstermin, und genau so machen wir es: kostenlos besichtigen, verbindlichen Festpreis nennen, zum Festpreis räumen. Was bei einer kompletten Wohnungsauflösung zusätzlich zu beachten ist, lesen Sie im Ratgeber Kosten einer Wohnungsauflösung.
Über den Autor
Julian Hecht ist Mitgründer und Geschäftsführer der Freiraum Auflösungen GmbH. Seit 2020 führt er Besichtigungen und Auflösungen in Berlin und Brandenburg durch, von der Nachlassauflösung bis zur Betriebsräumung, und schreibt hier über die Fragen, die ihm Kunden dabei am häufigsten stellen. Sein psychologischer Hintergrund hilft dort, wo Auflösungen Menschen in Ausnahmesituationen treffen: nach einem Todesfall, in Messie-Wohnungen, beim Umzug ins Pflegeheim. Mehr über uns →
Häufige Fragen
Kann ich auch nur ein einzelnes Zimmer entrümpeln lassen?
Einzelne Wohnräume räumen wir nicht als eigenen Auftrag. Wir entrümpeln ganze Wohnungen und Häuser, als Teilräumung auch Keller, Dachboden oder Garage. Den Festpreis dafür nennen wir nach der kostenlosen Besichtigung.
Was kostet die Entrümpelung einer ganzen Wohnung?
Eine 1-Zimmer-Wohnung liegt meist zwischen 1.000 und 1.800 €, eine 2-Zimmer-Wohnung zwischen 1.700 und 3.000 €, eine 3-Zimmer-Wohnung zwischen 2.400 und 4.200 €. Ganze Häuser beginnen bei etwa 4.500 €. Darüber liegen volle Keller und Dachböden, hohe Etagen ohne Aufzug und viel Sondermüll. Verbindlich ist der Festpreis nach der Besichtigung.
Was kostet eine Entrümpelung pro m²?
Bundesweit nennt die Branche je nach Füllgrad etwa 15 bis 55 € pro Quadratmeter Wohnfläche, der Preisreport des AWL-Zentrums kommt im Schnitt auf rund 30 € pro Quadratmeter. Für eine 60-m²-Wohnung ergibt das rechnerisch 900 bis 3.300 €. Die Spanne ist so breit, weil der Quadratmeter nichts über Füllgrad, Etage und Sondermüll sagt. Er taugt als Richtwert, verbindlich ist der Festpreis nach der Besichtigung.
Wer zahlt die Entrümpelung bei einem Todesfall?
Grundsätzlich die Erben, die Kosten sind eine Nachlassverbindlichkeit, werden also aus dem Nachlass bezahlt und mindern die Erbschaftssteuer. Bei einer Mietwohnung besteht gegenüber dem Vermieter eine Räumungspflicht. Schlagen alle Erben das Erbe aus, räumt meist ein vom Nachlassgericht bestellter Nachlasspfleger, am Ende erbt der Staat. Bei mittellosen Verstorbenen ohne Erben kann das Sozialamt zuständig sein. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber zur Haushaltsauflösung im Todesfall.
Gibt es eine kostenlose Entrümpelung?
Nur in dem seltenen Fall, dass der Wert der verwertbaren Gegenstände die kompletten Räumungskosten deckt, etwa bei hochwertigen Möbeln, Sammlungen oder Antiquitäten. Anbieter, die pauschal mit 'kostenloser Entrümpelung' werben, kalkulieren entweder mit unrealistischen Werten oder holen sich die Differenz anders zurück. Wir rechnen echte Werte transparent an und sagen es, wenn keine da sind. Das ist meistens der Fall.
Kann ich Entrümpelungskosten von der Steuer absetzen?
Für den eigenen Haushalt: ja, in der Regel als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG, 20 % der Arbeitskosten, bis zu 4.000 € im Jahr, direkt von der Steuerschuld. Voraussetzung sind eine ordentliche Rechnung und unbare Zahlung. Bei geerbten oder fremden Wohnungen greift § 35a dagegen meist nicht; im Erbfall können die Kosten aber als Nachlassverbindlichkeit die Erbschaftssteuer mindern. Details klärt Ihr Steuerberater.
Warum sind telefonische Pauschalpreise unseriös?
Weil niemand am Telefon sehen kann, was wirklich in der Wohnung steht. Wer ungesehen einen Festpreis nennt, kalkuliert entweder einen hohen Sicherheitsaufschlag ein, den Sie bezahlen, oder schlägt später vor Ort nach. Deshalb besichtigen wir kostenlos und nennen erst danach einen verbindlichen Festpreis ohne Nachforderungen.
Wie kann ich bei der Entrümpelung Geld sparen?
Drei wirksame Hebel: Erstens kleine Mengen selbst zum BSR-Recyclinghof bringen (für Privathaushalte bis 3 m³ pro Tag kostenlos). Zweitens verwertbare Stücke nicht vorschnell verschenken. Wir rechnen echten Marktwert auf den Preis an. Drittens die Steuer (§ 35a EStG). Wovon wir abraten: Billiganbieter ohne Festpreis und ohne Entsorgungsnachweise. Das wird am Ende oft teurer.