Zahlen zur Räumung in Berlin
Wer über Entrümpelung, Haushaltsauflösung oder Nachlass in Berlin schreibt, findet die Zahlen dazu verstreut bei Statistikamt, BSR und Destatis. Hier stehen sie an einem Ort, jede als ganzer Satz mit Quelle und Jahr, dazu unsere eigenen Erfahrungswerte aus über tausend Räumungen. Zitieren ist ausdrücklich erwünscht.
Kurz gesagt: Berlin produziert 62.423 Tonnen Sperrmüll im Jahr, die Hälfte aller Haushalte besteht aus einer Person, jedes Jahr sterben 37.575 Menschen und 311.951 ziehen innerhalb der Stadt um. Aus diesen vier Zahlen entsteht der Bedarf an Räumungen.
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Sperrmüll und Hausmüll
Die Berliner Stadtreinigung hat 2024 insgesamt 62.423 Tonnen Sperrmüll eingesammelt, 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr mit 61.571 Tonnen. Rechnet man Altholz und Altmetall aus Haushalten dazu, kommt die BSR auf 123.868 Tonnen Sperrmüll im weiteren Sinne, ein Plus von 1,9 Prozent. Rund 45.400 Tonnen davon gingen direkt in die Aufbereitungsanlage Gradestraße. Quelle: BSR-Entsorgungsbilanz 2024.
Haus- und Sperrmüll zusammen summierten sich in Berlin 2024 auf 853.555 Tonnen, das sind 231,6 Kilogramm je Einwohner. Brandenburg kam auf 540.424 Tonnen und 211,4 Kilogramm, der Bundesdurchschnitt lag bei 186,7 Kilogramm. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Mai 2026.
Bundesweit fielen 2024 37,7 Millionen Tonnen Haushaltsabfälle an, 452 Kilogramm je Kopf. Der Sperrmüll stieg um 4,8 Prozent, Haus- und Sperrmüll je Einwohner um 4 Kilogramm auf 187 Kilogramm. Quelle: Destatis, Pressemitteilung 454 vom 16. Dezember 2025.
Die gesamte Berliner Hausmüllmenge lag 2024 bei rund 1,245 Millionen Tonnen und damit 3 Prozent über dem Vorjahr; für 2025 meldet die Fachpresse einen Rückgang um 2 Prozent. Quelle: EUWID Recycling.
Wer allein lebt, hinterlässt einen ganzen Haushalt
Berlin zählt 1,95 Millionen Haushalte. 977.000 davon sind Einpersonenhaushalte, also 50 Prozent. In Friedrichshain-Kreuzberg leben 59,2 Prozent der Haushalte allein, in Charlottenburg-Wilmersdorf 53,8 Prozent, in Neukölln 53,4 Prozent und in Marzahn-Hellersdorf 43,9 Prozent. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Mikrozensus 2025.
30,2 Prozent der Alleinlebenden in Berlin sind 65 Jahre oder älter, bei den Frauen sind es 40,5 Prozent. Daraus ergibt sich unsere eigene Rechnung: rund 295.000 Berlinerinnen und Berliner über 65 leben allein (977.000 Einpersonenhaushalte mal 30,2 Prozent). Jeder dieser Haushalte wird irgendwann einmal komplett aufgelöst, durch einen Umzug ins Heim, zu Angehörigen oder nach einem Todesfall.
2025 starben in Berlin 37.575 Menschen, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. 33.230 Kinder wurden geboren, zum vierten Mal in Folge gab es mehr Sterbefälle als Geburten. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung 92/2026.
Ende 2023 waren rund 212.000 Berlinerinnen und Berliner pflegebedürftig, 5,6 Prozent der Bevölkerung. Die Stadt hatte 288 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit 32.879 Plätzen, 17 Einrichtungen weniger als 2019. Quelle: Senatsverwaltung für Pflege, Pflegestatistik 2023.
Umzüge
311.951 Menschen sind 2025 innerhalb Berlins umgezogen, 40 Prozent davon waren zwischen 27 und 45 Jahre alt. Dazu kamen 177.473 Zuzüge von außerhalb und 157.775 Fortzüge. Pankow war mit 34.236 Zuzügen der gefragteste Bezirk. Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung 94/2026.
Bundesweit ziehen jedes Jahr über neun Millionen Menschen um. Quelle: Deutsche Post Adress, Umzugsstudie 2024.
Erbschaften und Erbengemeinschaften
2025 wurden in Deutschland 141,1 Milliarden Euro vererbt und verschenkt, 23,1 Prozent mehr als im Vorjahr. 87,3 Milliarden entfielen auf Erbschaften, 63,2 Milliarden auf Schenkungen, 51,6 Milliarden Euro davon waren Immobilien. Die Finanzämter setzten 21,4 Milliarden Euro Steuer fest. Quelle: Destatis, Pressemitteilung 306 vom 26. August 2026, Tabellen 73611-0001 und 73611-0002.
Diese Zahlen erfassen nur steuerlich veranlagte Übertragungen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung schätzt das gesamte jährliche Erb- und Schenkungsvolumen auf bis zu 400 Milliarden Euro; die über 70-Jährigen halten rund 1,3 Billionen Euro Vermögen. Quelle: DIW Berlin.
Auf Ostdeutschland einschließlich Berlin entfielen 2025 nur 8,0 Milliarden Euro der steuerlich erfassten Übertragungen, auf Westdeutschland 142,5 Milliarden. Je Kopf sind das knapp 500 Euro im Osten gegenüber gut 2.100 Euro im Westen. Quelle: Berliner Sonntagsblatt nach Destatis.
Wenn Erben sich nicht einigen, landet die Immobilie in der Teilungsversteigerung. 2025 standen in Deutschland 14.082 Objekte mit 4,76 Milliarden Euro Verkehrswert zur Zwangsversteigerung, 35 Prozent aller Termine waren Teilungsversteigerungen mit rund 1,8 Milliarden Euro Verkehrswert. Berlin hatte mit über 1,3 Millionen Euro die höchsten Durchschnittswerte. Quelle: Argetra-Analyse 2025.
Am 1. November 2026 liefen bundesweit 3.090 Versteigerungsverfahren, 23,8 Prozent davon Teilungsversteigerungen. In Berlin waren es 151 Verfahren mit einem Durchschnittswert von 2,0 Millionen Euro, in Brandenburg 214 Verfahren mit 234.736 Euro. Quelle: Bundesversteigerungsportal, Statistik (ohne Gewähr).
Messie-Wohnungen und pathologisches Horten
Eine Metaanalyse über mehr als 53.000 Fälle beziffert die Häufigkeit des pathologischen Hortens auf 2,5 Prozent der Bevölkerung. Quelle: Postlethwaite et al. 2019. Eine repräsentative deutsche Stichprobe mit 2.300 Befragten fand 4,6 Prozent. Quelle: Mueller et al. 2009.
Bei älteren Menschen liegt die Quote mit 6,2 Prozent fast dreimal so hoch wie bei jüngeren mit 2,3 Prozent. Quelle: Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen. Auf Berlin übertragen hieße das nach unserer eigenen Rechnung: bei 2,5 bis 4,6 Prozent von 3,9 Millionen Einwohnern leben zwischen 95.000 und 180.000 Menschen mit einer Hortstörung in der Stadt.
Was eine Räumung in Berlin kostet
Die folgenden Werte stammen aus unseren eigenen Aufträgen seit 2020. Sie sind Richtwerte, keine Angebote; jede Räumung wird nach einer Besichtigung zum Festpreis angeboten. Eine Zweizimmerwohnung mit normalem Füllstand kostet in Berlin meist zwischen 1.700 und 3.000 Euro, abhängig von Stockwerk, Aufzug und Menge. Ein Einfamilienhaus beginnt bei etwa 4.500 Euro. Eine Dreizimmerwohnung im dritten Stock ohne Aufzug ergibt schnell zwölf bis zwanzig Kubikmeter Hausrat, und jeder Kubikmeter muss durch das Treppenhaus.
Verwertbarer Hausrat senkt den Preis. Möbel aus den 1950er bis 1970er Jahren, Porzellan, Uhren, Werkzeug, Bücher und Schmuck werden von Händlern gesucht und auf die Räumungskosten angerechnet, wenn vorher ein Händler ein Gebot abgegeben hat. Wie das abläuft, steht auf der Seite zur Haushaltsauflösung mit Wertanrechnung; die Kostenspannen für Entrümpelungen im Einzelnen im Ratgeber zu Entrümpelungskosten.
Die BSR holt Sperrmüll gegen Gebühr vom Gehweg ab, trägt aber nichts aus der Wohnung. Für einzelne Stücke ist das der günstigste Weg; für ganze Wohnungen übernimmt ein Räumungsbetrieb Tragen, Transport, Entsorgung mit Nachweis und die besenreine Übergabe. Den Vergleich mit aktuellen BSR-Preisen finden Sie unter Sperrmüll Berlin: BSR oder Firma, die Leistung selbst unter Entrümpelung Berlin.
Methode und Zitierhinweis
Amtliche Zahlen sind wörtlich aus den genannten Pressemitteilungen und Berichten übernommen, mit Jahr und Quelle. Die Lizenzen erlauben die Weiterverwendung mit Namensnennung: GENESIS-Daten unter der Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0, Seiten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg unter CC BY 3.0 DE, übrige Destatis-Inhalte mit Quellennachweis. Eigene Rechnungen sind im Text als solche benannt und zeigen den Rechenweg. Unsere Kostenwerte sind Erfahrungswerte aus eigenen Aufträgen, keine Messung des Marktes.
Zitiervorschlag: Freiraum Auflösungen GmbH, „Zahlen zur Räumung in Berlin“, Stand November 2026, freiraum-aufloesung.de/ratgeber/zahlen-raeumung-berlin/. Wenn Sie eine Zahl für einen Artikel, eine Hausarbeit oder einen Bericht brauchen, die hier fehlt, schreiben Sie uns, wir suchen sie heraus.
Änderungen
5. November 2026: Seite angelegt mit den Jahreswerten 2024 (Abfall), 2025 (Bevölkerung, Umzüge, Erbschaften, Versteigerungen) und 2023 (Pflege). Nächste Aktualisierung geplant für Mai 2027.
Über den Autor
Julian Hecht ist Mitgründer und Geschäftsführer der Freiraum Auflösungen GmbH. Seit 2020 führt er Besichtigungen und Auflösungen in Berlin und Brandenburg durch, von der Nachlassauflösung bis zur Betriebsräumung, und schreibt hier über die Fragen, die ihm Kunden dabei am häufigsten stellen. Sein psychologischer Hintergrund hilft dort, wo Auflösungen Menschen in Ausnahmesituationen treffen: nach einem Todesfall, in Messie-Wohnungen, beim Umzug ins Pflegeheim. Mehr über uns →
Häufige Fragen
Darf ich diese Zahlen übernehmen?
Ja. Die amtlichen Zahlen stehen unter der Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 oder CC BY 3.0 DE und sind hier mit Quelle genannt. Unsere eigenen Rechnungen dürfen Sie mit dem Hinweis „Freiraum Auflösungen GmbH, Zahlen zur Räumung in Berlin, Stand 2026“ und einem Link auf diese Seite verwenden.
Wie oft wird die Seite aktualisiert?
Mindestens viermal im Jahr, wenn die Quellen neue Jahreswerte veröffentlichen: Abfall und Bevölkerung im Mai, BSR-Bilanz im Juni, Erbschaftsteuer im August, Bundesabfall im Dezember. Das Datum oben auf der Seite zeigt den letzten Stand, die Änderungen stehen am Ende.
Woher kommen die Zahlen zu Räumungskosten?
Aus unseren eigenen Aufträgen in Berlin seit 2020. Sie sind Richtwerte, keine Angebote. Was eine Räumung im Einzelfall kostet, hängt von Menge, Stockwerk und Verwertbarkeit ab und wird nach einer Besichtigung festgelegt.
Gibt es die Zahlen auch je Bezirk?
Für Einpersonenhaushalte ja, für Sperrmüll nein. Die BSR weist ihre Mengen nur nach Anlagen aus, nicht nach Bezirken. Wenn Sie Bezirkszahlen für einen Bericht brauchen, schreiben Sie uns, wir rechnen nach, was sich aus den amtlichen Tabellen ableiten lässt.