Kostenlose Wohnungsauflösung: wann sie möglich ist
Wer nach einer kostenlosen Wohnungsauflösung sucht, hat meist einen guten Grund: Die Wohnung muss leer werden, und das Geld ist knapp oder soll für anderes bleiben. Dieser Ratgeber zeigt die Fälle, in denen eine Auflösung Sie tatsächlich nichts kostet, warum das bei gewöhnlichem Hausrat selten ist, woran Sie unseriöse Gratis-Angebote erkennen und mit welchen Schritten eine Wohnungsauflösung günstiger wird.
Kurz gesagt: Kostenlos ist eine Wohnungsauflösung nur, wenn verkäufliche Gegenstände den Aufwand decken oder ein Amt die Kosten vorab schriftlich übernimmt. Bei Gebrauchsmöbeln reicht der Wert dafür fast nie. Dann senken Vorsortieren, Verkauf vorab, der BSR-Recyclinghof und eine Wertanrechnung die Rechnung.
Eine Abgrenzung vorweg: Welche Stelle in welcher Lage die Kosten trägt, also Pflegekasse, Krankenkasse, Sozialamt oder Erben, steht ausführlich im Ratgeber Wer zahlt die Haushaltsauflösung? Hier geht es um eine engere Frage: Wann bleibt am Ende für Sie nichts zu zahlen, und was tun Sie, wenn das nicht der Fall ist?
Wann eine Wohnungsauflösung nichts kostet
Kostenlos wird eine Auflösung nicht dadurch, dass jemand auf die Bezahlung verzichtet. Tragen, Sortieren, Transport und Entsorgung kosten in jedem Fall Geld. Die Frage ist nur, wer oder was diese Kosten deckt. Dafür gibt es zwei Wege.
Fall 1: Der Hausrat deckt den Aufwand
Finden sich in der Wohnung Dinge, die sich verkaufen lassen, wird ihr Wert gegen den Preis der Räumung angerechnet. Reicht dieser Wert an den Preis heran, zahlen Sie nichts. Liegt er darüber, zahlen wir Ihnen die Differenz aus, das sprechen wir im Einzelfall mit Ihnen ab. Wie das bei uns abläuft, steht auf der Seite Haushaltsauflösung mit Wertanrechnung.
Gegenstände, die das leisten können, sind zum Beispiel Antiquitäten, Kunst, Münz- und Briefmarkensammlungen, echtes Silber, mechanische Uhren, Designmöbel und gutes Werkzeug in größerer Menge. Aus unseren Aufträgen kennen wir diese Größenordnungen: Einzelstücke bringen meist einige hundert Euro, Sammlungen, Antiquitäten und Kunst auch vierstellige Beträge. Eine ganze Wohnung trägt sich also vor allem dann selbst, wenn mehr als ein gutes Stück dabei ist.
Fall 2: Ein Amt übernimmt die Kosten
Lebt die betroffene Person noch und ist sie mittellos, etwa beim Umzug ins Pflegeheim, können das Sozialamt oder das Jobcenter die Kosten übernehmen. Für die Person ist die Auflösung dann kostenlos. Die Voraussetzung, an der die meisten Anträge scheitern: Die Übernahme muss vor dem Auftrag schriftlich zugesichert sein. Wie Sie dabei vorgehen und welche Unterlagen das Amt braucht, erklärt der Ratgeber Wohnung räumen mit Sozialamt oder Jobcenter.
Nach einem Todesfall gilt das nicht. Dann wird die Räumung aus dem Nachlass bezahlt, und das Sozialamt übernimmt sie nicht.
Warum normaler Hausrat die Räumung selten bezahlt
Viele gehen davon aus, dass eine voll eingerichtete Wohnung ihre Räumung selbst finanziert. Bei der Besichtigung zeigt sich oft etwas anderes. Schrankwände, Polstergarnituren, Einbauküchen, Möbel aus dem Möbelhaus und ältere Elektrogeräte gibt es gebraucht in großer Zahl. Auf Kleinanzeigen stehen sie für wenig Geld oder zum Verschenken, und oft findet sich trotzdem niemand, der sie abholt. Für einen Betrieb, der sie zerlegen, tragen, lagern und verkaufen müsste, bleibt dabei nichts übrig.
Dazu kommt, dass gerade die gewöhnlichen Dinge den größten Teil des Volumens ausmachen. Sie müssen aus der Wohnung getragen und entsorgt werden, und Entsorgung kostet Gebühren. Ein paar wertvolle Stücke senken die Rechnung deshalb spürbar, decken sie aber selten ganz.
Zwei Beispiele, wie eine Wertanrechnung aussehen kann
Erstes Beispiel: In einer Wohnung finden sich ein Teakholz-Sideboard, Silberbesteck, eine kleine Münzsammlung und Werkzeug. Im Angebot steht dann der Festpreis für die Räumung, davon abgezogen eine Wertanrechnung von zum Beispiel 600 Euro. Die Räumung wird günstiger, kostenlos wird sie dadurch nicht.
Zweites Beispiel: Eine gepflegte Wohnung mit Schrankwand, Polstergarnitur, Küchenzeile und Hausrat aus den letzten Jahrzehnten. Hier ist meist nichts dabei, was sich anrechnen lässt. Das sagen wir bei der Besichtigung, damit Sie mit einer realistischen Zahl planen und nicht mit einer Hoffnung.
Welche Stücke man leicht übersieht, weil sie unscheinbar aussehen, zeigt der Ratgeber Wertgegenstände im Nachlass erkennen.
Sie wollen wissen, ob in Ihrer Wohnung etwas Anrechenbares steckt? Die Besichtigung kostet nichts.
Fotos oder Unterlagen schicken: info@freiraum-aufloesung.de
Kostenlos Festpreis Diskret
Woran Sie unseriöse Gratis-Angebote erkennen
Mit dem Wort „kostenlos“ lassen sich Aufträge leicht gewinnen. Hinter solchen Angeboten stecken häufig dieselben Muster.
- Kostenlos am Telefon, ohne die Wohnung gesehen zu haben. Ob der Hausrat den Aufwand deckt, kann niemand ohne Besichtigung sagen.
- Nur die guten Stücke werden mitgenommen. Der Rest bleibt stehen, und für dessen Räumung brauchen Sie danach doch eine bezahlte Firma, nur ohne die Stücke, die den Preis gesenkt hätten.
- Die Anrechnung steht nicht als eigener Posten im Angebot. Ein vager Satz wie „das rechnen wir alles an“ ist keine Zusage.
- Am Räumungstag kommt eine Nachforderung für Entsorgung oder „unerwarteten Mehraufwand“.
- Bezahlt wird bar, ohne Rechnung und ohne Entsorgungsbelege. Landet der Hausrat dann im Wald, finden sich darin oft Unterlagen mit Ihrem Namen.
Eine ausführliche Prüfliste für jeden Anbieter, uns eingeschlossen, finden Sie im Ratgeber Seriöse Wohnungsauflösung erkennen.
Wohnungsauflösung günstig: was die Rechnung wirklich senkt
Wenn die Auflösung nicht kostenlos sein kann, lässt sie sich oft deutlich günstiger machen. Der Preis hängt vor allem am Volumen, also daran, wie viel aus der Wohnung getragen und entsorgt werden muss. Jeder Hebel, der das Volumen verkleinert, wirkt.
Selbst vorsortieren
Gehen Sie vorher durch die Wohnung und nehmen Sie heraus, was Sie behalten wollen: Unterlagen, Fotos, Erinnerungsstücke. Das schützt vor Verlusten und spart Zeit am Räumungstag. Kartons umzupacken senkt den Preis dagegen nicht, denn das Volumen bleibt gleich. Wirksam ist nur, was die Wohnung tatsächlich verlässt.
Vorab verkaufen oder verschenken
Gut erhaltene Möbel, Fahrräder oder Haushaltsgeräte finden über Kleinanzeigen oder in der Nachbarschaft oft einen Abnehmer. Jedes Stück, das vor der Räumung abgeholt wird, verkleinert das Volumen. Eine Ausnahme sollten Sie machen: Was möglicherweise Wert hat, etwa Silber, Uhren, Sammlungen oder alte Bücher, geben Sie besser nicht vorschnell weg. Lassen Sie es vorher einschätzen. Sonst fehlt es später bei der Wertanrechnung, oder es geht für einen Bruchteil seines Werts weg.
Einzelne Teile über die BSR entsorgen
Für einige Möbelstücke ist die Berliner Stadtreinigung oft der günstigste Weg. Auf den BSR-Recyclinghöfen können Privathaushalte Sperrmüll in begrenzter Menge gebührenfrei abgeben, wenn sie selbst tragen und transportieren. Die Abholung durch die BSR kostet dagegen eine Gebühr. Was genau gilt, steht im Ratgeber Sperrmüll in Berlin: BSR, Recyclinghof oder Firma. Für eine ganze Wohnung ist das selten praktikabel, für ein Sofa und zwei Regale schon.
Angebote nach Besichtigung vergleichen
Holen Sie zwei bis drei schriftliche Angebote ein, jeweils nach Besichtigung vor Ort. Vergleichen Sie neben der Endsumme auch, ob Keller oder Dachboden, Entsorgung und die besenreine Übergabe enthalten sind und ob eine Wertanrechnung als eigener Posten beziffert ist. Was eine Auflösung ohne Anrechnung realistisch kostet, zeigt der Ratgeber Wohnungsauflösung Kosten Berlin. Eine erste Spanne für Ihre Wohnung liefert unser Kosten-Rechner.
Steuer prüfen
Lassen Sie den eigenen Haushalt auflösen, können die Arbeitskosten unter Umständen steuerlich berücksichtigt werden. Nach einem Todesfall gilt das nicht in derselben Form. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber Auflösungskosten von der Steuer absetzen, die Bewertung für Ihren Fall übernimmt Ihr Steuerberater.
Was bei uns nichts kostet
Kostenlos sind bei der Freiraum Auflösungen GmbH die Besichtigung vor Ort, die Einschätzung, was im Hausrat Wert hat, und das schriftliche Festpreisangebot. Die Besichtigung macht Julian oder Lukas Hecht. Danach wissen Sie, ob in Ihrer Wohnung etwas steckt, das die Rechnung senkt oder sogar deckt, und was die Auflösung kostet, wenn das nicht so ist. Sie entscheiden erst danach, ob Sie uns beauftragen.
Häufige Fragen
Gibt es in Berlin eine kostenlose Wohnungsauflösung?
Ja, aber nur in zwei Fällen. Entweder steckt im Hausrat so viel Verkäufliches, dass der Erlös die Arbeit, den Transport und die Entsorgung deckt. Oder ein Amt übernimmt die Kosten, weil die betroffene Person mittellos ist und die Übernahme vorher schriftlich zugesichert wurde. Bei einer normal eingerichteten Wohnung mit Gebrauchsmöbeln trifft beides meist nicht zu. Dann kostet die Auflösung Geld, und es geht darum, sie günstiger zu machen.
Holt ein Entrümpler meine Möbel kostenlos ab?
Einzelne gut verkäufliche Stücke holen Händler und Ankäufer oft ohne Kosten ab, manchmal zahlen sie sogar etwas. Die ganze Wohnung räumt dafür aber niemand. Wer nur die guten Stücke mitnimmt, lässt den Rest stehen, und für den Rest zahlen Sie dann trotzdem. Prüfen Sie deshalb vorher, ob ein Angebot die komplette Räumung bis zur besenreinen Übergabe umfasst.
Was passiert, wenn der Wert meiner Sachen höher ist als der Preis der Räumung?
Das kommt vor, etwa bei Sammlungen, Kunst oder Antiquitäten. Dann zahlen Sie für die Räumung nichts, und die Auszahlung der Differenz sprechen wir mit Ihnen ab. Ob das in Ihrem Fall realistisch ist, sehen wir erst bei der Besichtigung, und wir sagen es Ihnen dort, bevor Sie etwas unterschreiben.
Ist eine Wohnungsauflösung bei Bürgergeld oder Grundsicherung kostenlos?
Für Sie kann sie es sein, wenn das Jobcenter oder das Sozialamt die Kosten übernimmt. Einen automatischen Anspruch gibt es nicht. Entscheidend ist die schriftliche Zusicherung vor dem Auftrag, meist auf Grundlage eines schriftlichen Angebots. Wer zuerst räumen lässt und danach einen Antrag stellt, bleibt in der Regel auf der Rechnung sitzen.
Was kostet bei Ihnen nichts?
Die Besichtigung vor Ort, die Einschätzung, was im Hausrat Wert hat, und das schriftliche Festpreisangebot. Die Besichtigung macht immer Julian oder Lukas Hecht, die Geschäftsführer. Sie gehen damit keine Verpflichtung ein.
Wie bekomme ich eine günstige Wohnungsauflösung?
Am meisten bringt es, das Volumen vorher zu verkleinern: gut erhaltene Möbel verkaufen oder verschenken, einzelne Teile selbst zum BSR-Recyclinghof bringen. Wertvolles sollten Sie dagegen nicht vorschnell weggeben, weil es sonst bei der Wertanrechnung fehlt. Holen Sie zwei bis drei schriftliche Angebote nach Besichtigung ein und vergleichen Sie, ob jeweils dieselbe Leistung enthalten ist.